Im Kabinettssaal

  • Herr Bürgermeister, wir müssen Wege finden, den Run auf die Banken zu beenden, damit unsere Währung nicht ins Bodenlose fällt und nicht alles Kapital aus dem Land transferiert wird. Der Wert einer Währung ergibt sich bekanntlich - wie beim allem im Leben - aus Angebot und Nachfrage und momentan wollen die Meisten unsere Währung einfach nur loswerden und da kaum jemand sie haben will, dementsprechend niedrig ist der Preis. Und die sie haben wollen, sind vielleicht Spekulanten oder Staaten, die uns nicht wohlgesonnen sind. Das ist als ob man versuchen würde, faulige Äpfel in wohlfeile Birnen umtauschen zu wollen. Perspektivisch ist der beste Weg gegen diese Prozesse eine solide Finanzpolitik. Kurzfristig müssen wir wohl leider Instrumentarien des Dirigismus bedienen.


    Ich schlage als kurzfristige Maßnahme daher eine Teilschließung der Banken vor, mit der Maßgabe daß die Leute praktisch nur noch abheben können, was sie für den täglichen Einkauf brauchen. Umtausch in Fremdwährungen muß stark beschränkt werden, denn mit jedem Gulden, der umgetauscht wird, sinkt der Wert unserer Währung. Wir reduzieren also quasi das Angebot auf dem Kapitalmarkt.


    Das wird uns natürlich den Haß der Leute einbringen, die ihr geld in Sicherheit bringen wollen, aber es verhindert, daß unsere Währung binnen Tagen wertlos wie Papier wird. Und das wäre auch für den Staat eine Katastrophe, weil der ja seine Steuern in Gulden kassiert und was wollen wir mit wertlosen Gulden anfangen!? Wir sind ja nicht nur in Gulden verschuldet.


    Das kann uns aber auch nur Zeit geben, weil es unsere Wirtschaft ruinieren würde, wenn wir das dann einfach so lassen. Aber wir müssen eben zeigen, daß man in unsere Währung wieder vertrauen kann. Was ich meine ist, wir müssen nach dieser Sofortmaßnahme Pläne zur Sanierung der Staatsfinanzen präsentieren.

  • Herr Kollege Fedder, ich muß dann die Farge an Sie wenden, inwiefern wären die Sozialdemokraten zu Einschnitten bei den Arbeitslosen, Staatsangestellten usw. bereit, damit wir den Sozialstaat als Ganzes erhalten können? Denn die Sache ist doch die, wir haben eine Einnahmenlücke und müssen wieder kreditwürdig werden. Und zwar nicht wieder kreditwürdig werden, um neue Kredite aufzunehmen, sondern um wieder Vetrauen in uns und unsere Wirtschaftsweise zu erzeugen.


    Wir könnten jetzt natürlich anfangen, die Steuern in die Höhe zu schrauben, oder die Leute teilzuenteigen. Also was weiß ich, jeder, der eine Million auf dem Konto hat, muß 100.00 dem Staat geben, aber es wird keinen wundern, wenn in so einem Land in hohem Bogen aus dem Weg geht, der Geld investieren möchte.


    Auch andere Staaten werden uns nur gegen Vorteile helfen, die mögen natürlich auch ideeller Natur sein, etwa, zu verhindern, daß ein Stück "Freie Welt" von den Kommunisten oder dem autoritären Korporatismus quasi eingesackt wird. Aber wir werden dann von diesn Ländern abhängig sein. Nur dürfte das deutlich besser sein, als wenn hier die Gefolgsleute von Schündler oder der roten Jablonska an die Macht kommen. Denn dann hatten wir die längste Zeit Demokratie und Freiheit.

  • Die Notenpresse - was natürlich heutzutage in Zeiten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs nicht mehr wörtlich genommen werden darf - ist auch keine Option. Weil, das ist ja letztlich so, als hätten sie 50 Gulden in der Tasche, wollen aber für 100 Gulden kaufen und "besorgen" sich die restlichen Gulden, indem Sie einfach den 50er, den Sie haben, auf einen Photokopierer legen und damit zu bezahlen verscuhen.

  • Die Banken werden ab morgen Teilgeschlossen also wie sie es vorgeschlaget haben Herr Sieveking und alle Personen die mehr als 1.000.000.000 Gulden haben müssen 200.000 Gulden dem Staat überweisen.


    Zusätzlich werden die Zinsen ab Morgen um 1% erhöht


    Irgendwelche Einwände.

  • Sehr gut erst mal ihre Zustimmung zu dem Schritt mit den Banken. Eine Erhöhung des Leitzinses würde ich auch für richtig halten, ebenso eine Anhebeung der Mindestreserve. Ist aber alles leider kein Konjunkturprogramm wie Sie wissen werden...


    Diese Abgabe von 200.000 Gulden für alle Milliardäre scheint mir aber irgendwie ein falsches Signal. Zwar wird keinem Milliardär das wirklich weh tun, aber bringt man damit nicht die Leute auf den Geschmack des Marxismus? Als so eine Art Vorspiel für Enteignungen im großen Stil. Ich denke auch jede Bitte an die Eliten der Stadt nach freiwilligen Spenden wird mehr einbringen, als so eine symbolische Zwangsabgabe. Die Zahl der Millardäre ist ja doch überschaubar.


    An die Erhöhung/Einführung neuer Steuern wird man leider denken müssen, aber dann müssen die unteren Schichten eben auch etwas beitragen, das ist für mich Kürzung der Gehälter der Staatsbediensteten und Zusammenstreichen von Sozialleistungen. Solidarität kann keine Einbahnstraße sein.


    Worüber man auch reden müßte, wäre die Frage, ob man nicht Sozialleistungen für nicht Wahlberechtigte komplett streicht, ich rede jetzt von Migranten im Land, ohne Staatsangehörigkeit. Denn daß das dir Rechten fordern werden, liegt auf der Hand und die können nun mal kein Kreuz gegen uns machen!


  • Ein erheblicher Teil der Langzeitarbeitslosen ist einfach nur stinkfaul und lebt seit Jahren auf Kosten der Leistungsträger, jetzt muß halt mal Schluß sein mit sozialer Hängematte und staatlichem Palasthotel.


    Es ist doch nicht zu übersehen, daß die immer noch mehr Geld haben als sie brauchen, wenn man etwa die Klientel sieht, die an Silvester Böller und Raketen kauft. Wenn ich zum Beispiel lese, daß es Sozialhilfeempfänger gibt, die zu dick sind um arbeitsfähig zu sein, dann scheinen die Leistungen ja mehr als reichlich bemessen.


    Und ich will mal so sagen, wenn wir jetzt nicht kürzen, können wir vielleicht Morgen schon gar nichts mehr auszahlen. Sie verkennen den Ernst der Lage. Am Kapitalmarkt gibt uns momentan niemand Kredit, das heißt wir müssen die Ausgaben zu 100% über die Einnahmen decken. Und anders als Reiche werden diese Leute ihr Geld kaum ins Ausland transferieren wollen, weil sie uns eh nur auf der Tasche liegen.

  • Sie wissen aber schon, daß z.B. in bestimmten Migrantenmilieus die Arbeitslosenquote regelmäßig über 50% liegt?


    Ich denke jedenfalls, wer länger als 6 Monate arbeitslos ist und nicht über sagen wir mal 50, sollte nur noch Lebensmittelgutscheine bekommen, man kann natürlich noch sagen je Jahr ununterbrochenen Beschäftigung kommt ein Monat drauf oder so.

  • Ich denke jedenfalls, wer länger als 6 Monate arbeitslos ist und nicht über sagen wir mal 50, sollte nur noch Lebensmittelgutscheine bekommen, man kann natürlich noch sagen je Jahr ununterbrochenen Beschäftigung kommt ein Monat drauf

    Das machen wir so


    Aber wie lösen wir das Problem mit den Heizkosten

  • Hatte schon geahnt, daß Fedder querschießen würde.


    Und was schlagen Sie vor? Wollen Sie das Investitionsklima vergiften, indem Sie sich alles von den "Reichen" nehmen und die sowiesoschon angeschlagenen Unternehmen weiter belasten.


    Es ist eben so wie es immer ist, wenn man pleite ist, der Gürtel muß enger geschnallt werden!


    Wollen Sie jetzt die Koalition aufkündigen und mit den Kommunisten regieren? Ich frage nur?

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