Posts by Aus dem Leben des Volkes

    Umgeben von bunten Werbetafeln und dem verführerischen Duft frisch zubereiteter Gerichte, steht ein gemütlicher, leicht überraschter Mann namens Li. Mit einem schüchternen Lächeln und einem verstohlenen Blick um sich. Durch die sanfte, aber bestimmte Stimme seiner Frau geschickt, ist er auf der Suche nach Reis. „Bring guten Reis mit, bitte!“, hatte sie gesagt. Doch während er durch die Gänge schlendert, sind die Worte wie Wellen aus seinem Kopf geschwappt, und er kann sich nur dunkel an den Namen der Sorte erinnern. "Wie heißen die nochmal?" murmelt er leise und kratzt sich nachdenklich am Kopf.Mit zögernden Schritten nähert sich Herr Li einem stämmigen Verkaufsstand, an dem verschiedene Reis-Sorten glänzen. Hier trifft er auf die Verkäuferin, eine resolute Dame mit einem strengen Gesichtsausdruck, die hartnäckig Reisbeutel stapelt.


    Herr Li: „Entschuldigung, Fräulein, ich... ich soll Reis kaufen, aber... welcher ist denn der beste?“

    Verkäuferin: (mit einem leichten, skeptischen Stirnrunzeln) „Wollen Sie Lang-Korn oder Rund-Korn?“

    Herr Li: (verwirrt) „Äh, Lang? Ist der lang? Oder der andere?“


    Die Verkäuferin starrt ihn einen Moment lang an, als ob sie einem kleinen Kind erklärt, wie man einen Ananas schält. Mit einem tiefen Seufzer deutet sie auf die verschiedenen Pakete.


    Verkäuferin: „Hier, das ist Jasmin-Reis, sehr aromatisch!“

    Herr Li: „Ah, Aroma! Aber meine Frau mag auch den... wie heißt der andere…?“

    Verkäuferin: „Es gibt Basmati oder Klebreis…?“


    Herr Li nickt, als ob ihm ein Licht aufgeht. „Ja, Kleber! Kleber ist gut!“

    Die Verkäuferin rollt die Augen, während Herr Li sich den Kopf über die scheinbar unendliche Auswahl zerbricht. Plötzlich blitzt eine Idee auf.


    Herr Li: „Und was, wenn ich diesen… und diesen… und diese Mischung hier mitnehme?“

    Die Verkäuferin schaut ungläubig auf die drei verschiedenen Pakete, und ihre Miene versteinert.

    Verkäuferin: „Das wird Ihre Frau nicht glücklich machen, glauben Sie mir!“


    Mit zwei Tüten in der Hand, die mehr Fragen als Antworten repräsentieren, schlendert Herr Li schließlich nach Hause. Der Gedanke an seine Frau, die sicher einen Aufstand machen wird, wenn er den falschen Reis bringt, treibt ihn noch weiter.

    Die Nacht war erfüllt von einem kaleidoskopischen Spiel aus Farben und Klängen, als das Neujahrsfest seinen Höhepunkt erreichte. Der Himmel war ein tiefes, samtiges Schwarz, das nur von den strahlenden Feuerwerken erleuchtet wurde, die wie glühende Blumen in die Luft schossen und dort in einem spektakulären Funkeln zerplatzten. Die Luft war durchzogen von dem süßen Duft gebratener Teigtaschen und der scharfen Note von Chili, während sich die Menschen in festlichen Kleidern und traditionellen Gewändern durch die Straßen bewegten.


    Inmitten des geschäftigen Treibens stand ein kleiner Markt, der mit roten Laternen geschmückt war, die sanft im Wind schaukelten. Die Stände waren überladen mit bunten Leckereien: kandierten Früchten, knusprigen Reisplätzchen und duftenden Tees. Kinder mit strahlenden Augen und roten Umschlägen in den Händen rannten umher, während ihre Eltern fröhlich lachten und sich Geschichten aus der Vergangenheit erzählten.


    Ein älterer Mann, sein Gesicht von Falten durchzogen, saß an einem Tisch und schnitzte kunstvolle Figuren aus Holz. Seine Hände bewegten sich mit einer Geschicklichkeit, die nur durch jahrelange Praxis erlangt werden konnte. Um ihn herum versammelten sich neugierige Kinder, die gebannt seinen Bewegungen folgten und die Geschichten der mythologischen Wesen lauschten, die er zum Leben erweckte.


    Plötzlich ertönte ein lautes Krachen, und die Menge hielt inne. Ein riesiger Löwentanz begann, die Tänzer in prächtigen Kostümen bewegten sich synchron, während sie den Rhythmus der Trommeln und Zimbeln aufnahmen. Der Löwe schüttelte seinen Kopf, als würde er die bösen Geister vertreiben, und die Zuschauer klatschten begeistert in die Hände, während sie die Energie und den Geist des Neujahrs feierten.


    Die Nacht neigte sich dem Ende zu, doch die Freude und Vernundenheit der Menschen blieben spürbar. In den Gesichtern der Feiernden spiegelte sich die Hoffnung auf ein neues Jahr wider, voller Glück, Gesundheit und Wohlstand. Und während die letzten Feuerwerkskörper den Himmel erleuchteten, wusste jeder, dass sie gemeinsam in ein neues Kapitel ihrer Geschichte eintreten würden.


    Es beginnt das Jahr der Schlange. Jedes Jahr im chinopischen Kalender ist einem bestimmten Tier zugeordnet, und die Schlange steht für Weisheit, Intuition und Eleganz.

    Es findet im ganzen Land eine der regelmäßig abgehaltenen Alarmschutzübungen statt bei der ein Angriff durch das Ausland - insbesondere Hsinhai und Tchino - simuliert wird, die Sirenen heulen und kündigen Fliegeralarm und ABC-Alarm an, jetzt müssen alle Menschen so schnell als möglich in die Schutzräume eilen, wer nicht eilend oder zu spät auf der Straße angetroffen wird, wird sehr deutlich über sein Fehverhalten aufmerksam gemacht..

    Ein kleineres Einkaufszentrum, das sich in der Mitte eines Stadtteils von Schangbo befindet und in dem es alles Grundlegende in größerer Sortimentsbreite und ergänzende Fachgeschäfte gibt, darüberhinaus auch Restaurants und Garküchen und Sonderstände im Hinterhof unter freiem Himmel.


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    Als es anstand, Nationalchinopien zu modernisieren, wurde ein Sonderweg beschritten, man kopierte zwar die westlichen Hochhäuser und Wolkenkratzer strukturell, hielt aber durch strenge Bauvorschriften im optischen Erscheinungsbild rigoros am traditionellen chinopischen Baustil und seiner Formsprach fest, was von mancher - vornehmlich linker - Seite verspottet wird und darüber hinaus eine gewisse Sorgfalt in der Bauausführung erfordert, damit bei Stürmen es nicht zu herabstürzenden Teilen kommt, was die Kosten ein wenig treibt. Sind ältere kleinere Hochhäuser aus den Anfängen dieser Modernisierung teils noch in traditionellem Mauerwerk und mit Einsatz von Holzkonstruktionen errichtet worden, wird heute durch und durch aus Beton und Stahl und anderen zeitgemäßen Baustoffen gebaut und allenfalls noch äußerlich verkleidet.


    Es ist Nationalchinopien hier trotz Unkenrufen gelungen, eine gewisse Eigenständigkeit gegenüber dem Westen zu demonstrieren, auch um den Preis, daß mancher diese Bauten als betongewordenen Kitsch betrachet, wenngleich auch ein solcher Spötter nicht umhinkommen wird, einzuräumen, daß im Westen gleichermaßen historische Baustile aufgegriffen worden sind.Unter den einfachen Chinopen sind Spötter auch kaum zu finden, es sind mehr international orientierte Intellektuelle, die Kritik üben.Besondere Sorgfalt ist aber auch hier auf die Begrünung und Wasserflächen gelegt worden, auch die modernen Großsiedlungen sollen das Feng-Schui nicht stören und die Harmonie wahren. Doch auch dieses Anliegen kann nicht die Anonymität der modernen Großstadt auflösen.


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    Wahlen hatte es in Chinopien bereits viele gegeben, doch diese Wahl war anders, unzählige Bürger hatten darauf bestanden bei der Auszählung der Wahlen mit dabei zu sein, geradezu eine Massenbewegung hatte sich entwickelt, so dass das Wahlamt die Regierung von General Fang sich dem nicht entziehen konnte. So war es auch nicht nicht möglich in ausreichendem Maße, "Berichtigungen" vorzunehmen, wie das sonst waren geschah, wenn die Wähler nicht so wollten wie sie sollten. So blieb Wahlleiter Hu nichts anderes übrig als Wahrheitsgemäß das Ergebnis zu verkünden, wobei er sich sichtlich wand.


    Ich gebe hiermit das amtliche Wahlergebnis bekannt auf die Aikuotang entfielen von 400 Sitzen 177, auf die Zimintang entfielen 86 und auf Tuandjietang 137.

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    Als Gaststätte nach westlichem Muster strukturiert, was schon an den Stühlen und Tischen überdeutlich wurde, aber doch irgendwie auf chnopisch getrimmt, war die Red-Lantern-Bar fast mehr eine etwas skurrile Touristenattraktion, war aber doch auch von Einheimischen gut besucht, denn sie bot eine außerordentlich große Auswahl an einheimischen Spirituosen und mancher Chinope, der etwas trinken gehen wollte, zog sie daher den offen westlichen Bars, die denen in Astor oder Antica bis aufs Haar nachempfunden waren vor.


    Ein chinopisches Ehepaar mit zwei Kindern läßt sich neben den beiden nieder, die Langnasen scheinen bei ihnen und vor allem ihren Kindern ein gewisses Interesse hervorzurufen. So oft bekommt man ja schließlich nicht "Langnasen" aus nächster Nähe zu Gesicht, ab und zu tuschelt man lächelnd. Außerdem war da noch ein ungeheurer Zufall im Spiele...

    Auch die Lobby ist traditionell gestaltet.


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    Taiwan Junior, CC BY-SA 3.0 <Please login to see this link.>, via Wikimedia Commons


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    Fred Hsu on en.wikipedia, CC BY-SA 3.0 <Please login to see this link.>, via Wikimedia Commons

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    Taiwan Junior, CC BY-SA 3.0 <Please login to see this link.>, via Wikimedia Commons


    Wie so oft im modernen Nationalchinopien handelt es sich bei dem Hotel einerseits zwar um ein Hochhaus aus Stahl und Beton und mit allem Komfort, dennoch aber hat man den traditionellen Baustil gekonnt einfließen lassen - oder sollte man diese Mischung doch eher als "romantisierenden Kitsch" bezeichnen? Aber entscheiden Sie selbst!

    ... scheint sich Unmut breit zu machen über die Kommunisten.


    Zuerst waren ja die Reformer um Pak an der Macht gewesen, die hatten den Krieg gegen Hedjan verloren, dann hatten sich die Kommunisten neu formiert und die Besatzer aus dem ganzen Land vertrieben - bis auf die Insel Tschëngnin vor der Küste, deren Bevölkerung ja zu einem großen Teil heijanischsprachig war und sie Schikoku nannte.


    Jetzt reagierten allerdings wieder die Hardliner alter Schule um den Sohn des Großen Führers Wen Wu Yang. Mancher im Lande wollte kein Zurück in die Zeiten Wën Tschëng Tschangs und Liu Tjis.

    Wie der kürzeste Tag des Jahres in vielen Kulturkreisen Gegenstand mystischer Handlungen war, so feiert man ihn auch im chinopischen Kulturkreis und nennt dieses Fest "Dong Dschi", das Ankommen des Winters. Man sieht darin jenes Fest, an dem die Ahnen zurückkehren und der Familie einen Besuch abstatten, wobei diese sich freilich selten offenbaren. Aber so mancher glaubt fest daran, an ebendiesem Tag einen längst verstorbenen Ahnen erblickt zu haben. Entsprechend bringt man auch dem Himmel und den Ahnen in den Tempeln Opfer.


    So mancher Brauch kennzeichnet diesen Tag, der Vorstellung, daß nun eine zehrende Zeit beginne in der die Kräfte schwinden, glaubt man traditionell durch einen mehr oder weniger rituellen Verzehr von Nüssen zu begegnen.


    Familien sitzen gemeinsam im nördlichen Chinopien bei bunt eingefärbten Djiaodsi (gefüllte Teigtaschen), die Gemüse, Fleisch oder Garnelen enthalten mochten und bei Tangüan (Reisbällchen) in südlicheren Gebieten mit Reisanbau, vielerorts war das auch der Tag an dem man die kleinen Kinder lehrte, diese Djiaodsi-Teigtaschen zu formen. In alter Zeit hatte dieser Tag sogar noch größere Bedeutung gehabt als das berühmte Neujahrsfest, aber heute stand es diesem an Bedeutung deutlich nach. An manchen Orten ist der Name der Teigtaschen auch Wan-Tan. Hammelfleisch und Fadennudelsuppe soll kräftigen. Mancherorts ißt man traditionell Reiskuchen oder Rote Bohnen mit Klebreis. Eine Spezialität auf Dongfeng ist das Opfern eines neunlagigen Kuchens für die Ahnen, der auch an einige Orte des Festlands herübergeschwappt ist.


    Naturgemäß sind die Bräuche in Hsinhai mehr im Schwinden begriffen bzw. durch eine unzureichende Versorgung gefährdet als im nationalchinopischen Süden, über die genaue Situation in Tchino ist man sich vielerorts im Unklaren.

    Dem Mann war das wohl etwas peinlicher als es einem durchschnittlichen Westler gewesen wäre.


    Oh Verzeihung, ich habe meinen Gedanken freien Lauf gelassen...


    Studierte den Inhalt aufmerksam.


    Sie dürfen jetzt gehen, viel Freude und Harmonie beim Aufenthalt in unserem Land.

    Öffnen Sie bitte dennoch ihren Koffer! Wir müssen uns vorsehen, wir sind von gefährlichhen Kommunisten umzingelt!


    der Blick verriet, daß der Mann die Kommunisten ernst nahm


    Was ist der Grund ihres Besuchs


    dann mußte er schmunzeln und war nahe daran in seine Muttersprache zu wechseln, denn er glaubte in der jungen Frau eine Halbchinopin zu erblicken


    Sie besuchen sicher Verwandte?